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Lady Boy

Lady Boy – ein sĂŒdostasiatisches PhĂ€nomen

Bangkok im fernen Thailand darf wohl als der Ort bezeichnet werden, in welchem die meisten Lady Boy kreiert werden. Pattaya am Golf von Thailand ist neben Patong auf Phuket bekannt durch seine große Konzentration an diesen sogenannten Lady Boy, aber es gibt sie auch in Angeles City auf den Philippinen, in Jakarta (Indonesien) im Blok M in grĂ¶ĂŸerer Menge anzutreffen. Die Rotlichtviertel zieht diese Gruppe MĂ€nner, die sich nicht als Mann verstehen oft magisch an. Kathoey oder Gratoey werden sie auf Thai genannt, Bajot in der philippinischen Landessprache Tagalog.

Als Mann geboren, fĂŒhlen diese schon oft zu Beginn ihrer PubertĂ€t revoltierenden Menschen ihren Hang zur Weiblichkeit. Das vollzieht sich meist in Stufen und ist fĂŒr Uninformierte in spĂ€teren Stadien oft schlecht oder nicht mehr nachvollziehbar. Zuerst beginnen die Meisten mit der Einnahme von Hormonen in stark dosierter Form, um StimmbrĂŒche hinauszuzögern und das Wachsen einer weiblichen Brust zu begĂŒnstigen.
Die “schönsten Frauen Siams” sind oft gar keine, aber da haben plastische Chirurgen und Fachkliniken oft schon nachgeholfen. Ein wenig mehr Busen, einen femininen Mund, einen runderen Hintern und ein mit Tape am Körper festgeklebter Penis sind noch nicht das Ende der Leiter. Es gibt Penisamputierte mit Vaginalplastiken, von gekonnter Chirurgenhand samt Klinge gestaltet. Hier beginnt das Unterscheiden schwierig zu werden, und nur echte Kenner oder sehr aufmerksame Zeitgenossen erkennen das noch.

Lady Boy ist eine Berufung fĂŒr fast alle Betroffenen!

Interviewt, stellt sich ein Lady Boy ausdrĂŒcklich als nicht schwuler dar, er möchte als Frau akzeptiert und gemocht werden. Prostituierte verbannen die Paradiesvögel gern aus ihren Revieren und deshalb finden diese sich meist gruppiert in Randzonen der SĂŒndenmeilen. Aus dem regulĂ€ren Berufsalltag mittels Stempel verbannt und gebrandmarkt bleibt diesen Menschen selten ein anderer Broterwerb als der Drogenhandel oder die Prostitution. Etliche unter Ihnen geraten auf die “schiefe Bahn” und deren Los in den MĂ€nnergefĂ€ngnissen ist kein leichtes Schicksal. Geschlechtswandel gibt es offiziell in Thailand nicht und bei der Pfichtmusterung bekommt ein Kathoy salopp “Geisteskrankheit” attestiert, was ihn zwar vom Wehrdienst befreit, aber auch den Zugang zu regulĂ€ren Jobs oder den UniversitĂ€ten verwehrt.

Kathoeyshows in allen Touristenorten sind eine gute Gelegenheit fĂŒr interessierte Paare oder Singles, sich mit diesen Menschen aus der sicheren Distanz, aber in Blickweite zu beschĂ€ftigen.

Lady Boy